Wasseraufbereitung


Also zur Wasseraufbereitung:

 

Ich bereite mein Wasser mit Hilfe einer Osmoseanlage, Akadama und Mineralsalzen auf.

 

 

 

 

 

Für diejenigen, die es genauer Wissen wollen, habe ich mal alles fotografiert und niedergeschrieben.

 

  1. Informationen zum Leitungswasser
  2. Meine Osmoseanlage
  3. Lagerung
  4. PH senken mit Akadama
  5. GH aufhärten mit Mineralsalzen
  6. Wasserwechsel

1. Informationen zum Leitungswasser

Also mein Wasser von den Stadtwerken ist eigentlich gar nicht so schlecht, jedoch musste ich schon kleinere Veränderungen vornehmen. Die Wasserwerte aus der Leitung haben folgende Werte:

 

PH: 8,5

GH: 10

KH: 5

Leitwert: 430


2. Meine Osmoseanlage

Es handelt sich um eine Osmoseanlage 500 GPD Directflow Ultra Flow Plus.

Sie hat ein Verhältnis von 1 zu 1, Also 1 Liter Osmosewasser und 1 Liter "Abwasser". Ich schaffe damit ungefähr 1920 Liter Osmosewasser innerhalb 24 Stunden.

 
Sie besitzt folgende Filter:
 
1. Stufe: 5 Mikron Sediment
2. Stufe: Aktivkohlefilter
3. Stufe: 1 Mikron Sediment

4. Stufe: Membran Side Stream 500 GPD

5. Stufe: Aktivkohlenachfilter


Zusätzlich verfügt sie über eine Druckerhöhungspumpe durch die ich ein sehr gutes Verhältnis von Osmosewasser und Abwasser erreichen kann.
Für meine automatische Ein- und Abschaltung sorgt ein Magnetventil,welches zur Unterbrechung der Frischwasserzufuhr führt.
Dieses Magnetventil ist an ein Wasserpegelmessgerät angeschlossen. Wenn der Wasserstand in meinen Regentonnen sinkt, wird die Osmoseanlage automatisch eingeschaltet, bis die Regentonnen wieder voll sind.

 

 

 

Nach diesem Prozess hat mein Osmosewasser folgende Werte:

 

PH: 7,00

GH: 0,00

KH:  0,00
Leitwert: 10-15

 


3. Lagerung

Ich sammel mein Osmosewasser in 3x 300 Liter Regentonnen. Diese 3 Tonnen sind mit Hilfe eines Wasserschlauches verbunden und ein kleiner Außenfilter pumpt rund um die Uhr Wasser von der letzten Tonne, zurück in die Erste. Damit ist sichergestellt das ich in jeder Regentonne die gleichen Wasserwerte habe.

Zudem habe ich noch eine Luftpumpe und ein Söchtingoxidator im Gebrauch.


Die Luftpumpe springt 2 mal am Tag für knapp 30min an. Dadurch kann ich sicherstellen, das ungewollte Stoffe, wie Chlor schnell und einfach entweichen können.
Der Söchtingoxidator reichert das Wasser schon mal mit einen erhöhten Sauerstoffgehalt an. Somit berreite ich das Wasser optimal für meine Garnelen vor.


4. PH Senken mit Akadama

Um den PH auf 5-5-6,5 drücken zu können, benutze ich akadama das sich in vier Außenfiltern befindet. Diese vier Außenfilter besitzen ein Volumen von ca. 75 Liter Akadama und laufen rund um die Uhr.


5. GH aufhärten mit Mineral Salze

Da bei mir ein täglicher Wasserwechsel ansteht, muss ich auch jeden Tag Mineralsalz hinzugeben. Hierbei härte ich mein Osmosewasser immer auf ca. 200 Microsiemens auf. Der KH beträgt nun 0,2 und die GH steht auf 5.
Das Auflösen und verteilen des Salzes in meinen Regentonnen ist nach 30 Minuten gegeben.

 

Zu dem Mineralsalz kommt nun noch SaltyShrimp - Black Water ins Wasser. Dieses beinhaltet wertvolle Spurenelemente, sowie Humin- und Fulvinsäuren, was optimale Vorraussetzungen für die Wasserfauna unserer kleinen Garnelen sorgt. 


6. Wasserwechsel

Nun kommt es endlich zum Wasserwechsel.

 

Der Wasserwechsel in meiner neuen Alange ist komplett automatisiert und daher ein wenig komplizierter als in meiner alten Anlage.

 

Daher erkäre ich diesen wieder in einzelnen Schritten.

 

6.1 Wasser auf Temperatur bringen

6.2 Frischwasserkreislauf

6.3 Abwasserkreislauf

6.4 Abwasserentsorgung

6.1 Wasser auf Temperatur bringen

 

Das Wasser aus den Wassertanks, wird in ein 54Liter Aquarium ins Garnelenzimmer gepumpt. Mit Hilfe eines Wasserpegelmessgerätes, wird die Pumpe immer dann geschaltet, wenn der Wasserstand im Aquarium singt.

Somit ist das Aquarium immer voller Frischwasser.

 

In diesen Aquarium befinden sich 3x300 Watt Heißstäbe von Tetratec, die das Wasser schnellstmöglich auf 22°C bringt. Diese Temperatur ist in allen Aquarien vorhanden und es besteht beim Wasserwechsel kein Unterschied mehr zwischen Aquariumwasser und Frischwasser. Dies verhindert Stresshäutungen, das häufig zum Tode führen.

 

 

6.2 Frischwasserkreislauf

 

Nachdem die Wasserwerte und die Temperatur nun stimmen, kann es zum Wasserwechsel kommen.

 

Ich fülle jeden Tag ca. 7-10% Frischwasser in die Aquarien.

 

 

Hierzu springt eine Wasserpumpe automatisch via Zeitschaltuhr, für bis zu zwei Stunden an und befördert das Wasser in ein Bewässerungssystem. Dieses ist normalerweise für Gartenanlagen gedacht, eignet sich jedoch super für meine Aquarium Anlage.

 

 

Als erstes kommt das gepumpte Wasser in ein Verteiler und dann in mehreren 4/6mm Schläuchen die dann zum Aquarium führen. Ein Rückschlagventil verhindert ein zurückfließen. Am ande des Schlauches ist ein kleiner Metallhahn angebracht, durch den man die Wassermenge regulieren kann.

 

Durch die relativ lange Zeit von bis zu zwei Stunden, haben die Garnelen genug Zeit, sich an den kleinen, aber vorhandenden osmotischen Druckunterschied zu gewöhnen. Dieses verhindert genauso wie schnelle Temperaturunterschiede Stresshäutungen und somit Todesfälle der Garnelen.

 

6.3 Abwasserkreislauf

 

Beim Einfüllen des Frischwassers steigt natürlich der Wasserstand in den Aquarien.

Dieses wird bei mir je nach Becken bzw. Beckensystem per Überlauf oder direkt von einer mit einer Pumpe (mit Hilfe eines Wasserpegelmessgerätes) in ein 54Liter Abwasserbecken befördert.

 

In diesen Abwasserbecken wird das Wasser gesammelt und im vollen Zustand auch wieder mit Hilfe eines Wasserpegelmessgerätes und Wasserpumpe nach draußen in den Garten befördert.

6.4 Abwasserentsorgung

 

Im Garten wird es dann entweder in Regentonnen gesammelt oder in den Gartenteich geführt. Somit findet auch das enstandene Abwasser noch eine Verwendung und fließt nicht direkt in den Gulli.